„Mein bevorzugtes Medium ist die Malerei. Ich arbeite am liebsten mit Ölfarbe … wo man das Gefühl hat, die Farbe fängt an zu leben, die hat einen ganz eigenen Charakter. Das ist das, was mich total fasziniert.“

Michael Broermann

Geboren am Niederrhein. 1978 – 1985 Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, Meisterschüler von Norbert Tadeusz. 1986 Atelierstipendium der Stadt Münster. 1988-2003 Lehraufträge an der FH Detmold und FH Köln. Lebt in Köln. Seit 1985 zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Arbeiten in verschiedenen Sammlungen im In- und Ausland.

Auswahl von Ausstellungen im In- und Ausland

  • 2021 „Michael Broermann – Frühstück im Grünen“ im Partout® Kunstkabinett
  • 2019 „Sommerfrische“ im Partout® Kunstkabinett
  • 2019 „Gutes Klima – schlechtes Klima!?“, Oberschlesisches Landesmuseum in Ratingen
  • 2018 Devastation, Ausstellung parallel zur 24. UN-Klimakonferenz in Katowice, Polen
  • 2014 Rösrath wird zur Galerie
  • 1990 Große Düsseldorfer Kunstausstellung
  • 1998 Große Münchener Kunstausstellung

Es ist „der zarte Schmelz der Ölfarbe“, der Michael Broermann seit Jugend an in seinen Bann zieht. Er führt auch dazu, dass sich der Künstler als Maler bezeichnet, wobei er zugleich mit großer Könnerschaft ebenso die Kunst der Grafik, der Zeichnung und der Plastik beherrscht.

Michael Broermanns Arbeit wird bestimmt von der Suche nach dem perfekten Zusammenspiel von Farbe und Bildkomposition. Dieses Ringen um Farbnuancen und Formgebung ist den Kunstwerken nicht anzusehen. Vielmehr haben sie eine leichte spielerische Anmutung und sind in der Tat Ölgemälde, bei denen man das Gefühl hat, „die Farbe fängt an zu leben“.

Virtuos fertigt Michael Broermann Bildkompositionen, die von Aktzeichnungen aus einer Linie geschaffen, bis hin zu abstrakten farbintensiven Landschafts- und Naturimpressionen reichen. Sie finden ihr Pendant in filigranen Figurinen und abstrakten durchscheinenden Plastiken.

„Als Künstler“, so zitiert der Kunsthistoriker Florian Illies den großen Maler, Bildhauer und Grafiker Georg Baselitz, „müsse man täglich neu lernen … aus seiner Verehrung für große Vorbilder eigene Kunstwerke zu schaffen.“ So geht es auch Michael Broermann. Wie alle Kunstschaffenden steht er in einer langen Tradition und ist ein Kenner der europäischen Kunstgeschichte. Wenn er arbeitet und dabei „in einen Dialog“ mit seinem neuen Werk tritt, kann es passieren, dass kompositorische Erinnerungen und Bildtitel „wie Klangbilder aufploppen“ und sich dann in neue Bildfindungen einfügen.

Michael Broermanns Arbeiten transportieren subtile Botschaften in ihren doppeldeutigen Bildtiteln. Diese assoziativen Titel und Zitate scheinen ebenfalls wie Klangbilder des europäischen Kunst- und Kulturraums. Sie geben Michael Broermanns Arbeiten eine humorvoll verpackte und zugleich ernst gemeinte Botschaft, mit Wortwitz, nie moralisierend und stets erfrischend aktuell.