“Der Holzschnitt verlangt die Reduzierung auf Wesentliches. Neben dem geschliffenen Brett bin ich begeistert von Formen und Strukturen, wie sie die Natur in Vielfalt schenkt. Wie zum Beispiel Rindenstücke, die sich, wie gefunden, in eine Bildgestaltung einfügen lassen. Außerdem ist es in vielen Fällen interessant, die natürliche Wachstumsgeschichte des Holzes in ein Bildmotiv mit einzubeziehen. Vor dem Schnitt sind jedoch Inhalt, Bildaussage und Bildgestaltung zu klären.“

Friedrich Förder

1935 in Remscheid/Bergisches Land geboren.
1953 Gehilfenprüfung als Buchdrucker.
1954 – 1956 Studium an der Werkkunstschule Wuppertal, Fächer Typographie und Drucktechnik.
Seit 1961 freiberuflich als Grafik-Designer für namhafte Werbeagenturen mit späterem Schwerpunkt Buchgestaltung und Buchwerbung für Verlage.
Seit 1992 Hinwendung zu Illustration mit Schwerpunkt Holzschnitt. Entwicklung künstlerischer Ausdrucksformen in den Techniken Zeichnen, Malen, Holzschnitt, künstlerische Drucktechniken.
Seit 1994 Einzel- und Gruppenausstellungen in Museen, Galerien, Kirchen und anderen Institutionen.
Lebt in Bergisch Gladbach.

Irgendwie nach Nirgendwo, 3-teilige Komposition, Borke, Schablonendruck, 3 x 40 x 40 cm, Unikat, 2019

Auswahl von Gruppen- und Einzelausstellungen im In- und Ausland

  • Gruppenausstellung „Kunst zum Jahreswechsel“ im Partout® Kunstkabinett, 09.12.23 – 16.02.24
  • 2022 „Ich spiele und tanze, also bin ich“, Hommage zum 87. Geburtstag im Partout® Kunstkabinett
  • 2019-2021 Beteiligung an verschiedenen Ausstellungen in Bergisch Gladbach
  • 2018 Ob „die Welt im Innersten zusammenhält“?, Maria Laach
  • 2017 „Ich rieche, rieche Menschenfleisch“, Bergisch Gladbach
  • 2016 Cochem (Kirche St. Martin) sowie zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen
  • 2014 „Natur und Kultur“, Bergisch Gladbach
  • 2013 Bad Honnef (Kirche St. Johannes Baptist)
  • 2011 Köln-Vingst (Kirche St. Theodor), Bergisch Gladbach (Kirche Zum Frieden Gottes)
  • 2009 Frechen (Gold-Kraemer-Stiftung), Linz a. Rh. (Marienkirche)
  • 2006 Odenthal (Kleine Rathaus Galerie), Bergisch Gladbach (Heilig-Geist-Kirche)
  • 2004 Pfullingen (Stadtbibliothek)
  • 2002 Potsdam (Romantikjahr im Kulturland Brandenburg)
  • 1998 Schloß Schwarzenberg (Sachsen), Schloß Blankenhain (Sachsen), Galerie Bad Oeynhausen (Ankauf der gesamten Arbeiten zu Märchen), Bilderbuchmuseum Burg Wissem (Ankauf des Künstlerbuches „Hans im Glück“)
  • 1997 Bonn, Verkehrsministerium
  • 1994 Rheine und Gelsenkirchen zu Jahresversammlungen der Europäischen Märchengesellschaft, Altenberg (NRW)

Friedrich Förder hat vor mehr als 30 Jahren die jahrhundertealte Technik des Holzschnitts und -drucks entdeckt. Aus dem harten und bisweilen sperrigen Material des Holzes schneidet, schlägt und sticht Friedrich Förder Bilder und druckt sie auf hochwertiges Papier. Es sind moderne Sichtweisen auf die Probleme unserer Zeit, die Förder ideenreich, tiefsinnig, humorvoll, mit Menschenkenntnis und -liebe schafft. Beeindruckend sind Fertigkeit und Ausdruck, mit denen Friedrich Förder aktuelle Themen in der kraftaufwendigen und wenig geschmeidigen Technik des Holzschnitts visualisiert. Dieses Beherrschen traditioneller Techniken, ein wacher Geist, das Durchdenken und das Übertragen von Mythen, Märchen und Sagen aus aller Welt in unsere Zeit, die Gestaltungsfreude, Lebenserfahrung und das Vertrauen in das Gute sind das besondere Elixier, aus dem die Kunst Friedrich Förders entsteht.

„Ich spiele und tanze, also bin ich“ – so lautet der inspirierende Titel der Schau aktueller Arbeiten des 87-jährigen Künstlers. Dieser Ausruf ist zugleich der Bildtitel des Holzschnitts der tanzenden Violinisten in Corona-Zeiten. Der Künstler versteht ihn als Ermutigung an uns alle, trotz der Weltkrisen und auch der persönlichen Probleme, Vertrauen, Hoffnung und Lebensfreude nicht zu verlieren.

Unaufgeregt und uneitel schafft der Holzschneider, Drucker und Weltbetrachter Friedrich Förder seine Werke und reduziert sich dabei auf das Wesentliche des Lebens. Eine hohe Kunst, die es zu betrachten lohnt.