„Das Nachdenken über eigene Bilder, Handy-Schnappschüsse und Zoom-Aufnahmen findet seinen Ausdruck auf klassischer Leinwand. Die Gemälde können als Ausdruck von globalen Themen betrachtet werden, die auch heute noch eine große Relevanz haben. Denn die Geschichten der Menschheit wiederholen sich und sind eine globale Herausforderung, die die Weltgemeinschaft betreffen.“

Anibal Maximilian Kostka

Vita
Geboren 1989 in Kürten. 2011-2018 Studium der Malerei an der Kunstakademie in Düsseldorf.
2017 Meisterschüler von Professor Eberhard Havekost. Seit 2018 freischaffender Künstler.
Lebt und arbeitet sowohl in Köln als auch in der Eifel.

Auswahl an Einzelausstellungen (E) und Gruppenausstellungen (G)

  • 2026 „Anibal Maximilian Kostka – Offenes Feld“, Partout® Kunstkabinett, Bergisch Gladbach (E)
    „Maximalismus“, Interim Museum of Contemporary Art, 13.05.26-06.09.26, Düsseldorf (G)
    “DIE GROSSE 2026”, Kunstpalast und NRW-Forum, Düsseldorf (G)
    Messe „ARTARTIST 2026“, Düsseldorf (G)
  • 2025 „Kante-Fläche-Fluss” KöX, Düsseldorf (E)
    “NEUE POSITION 2″, Galerie Monica Ruppert, Frankfurt am Main (G)
    “Zeranauten”, HOTSPOT KW factory, Königswinter (G)
  • 2024 Messe „ARTMUC“, München (G),
    “WEG VOM ICH – HIN ZUM WIR”, Bunker K 101, Köln (G)
    “Garten Eden”, K 29, Düsseldorf (G)
  • 2023 „Weltsichten – Die existenzielle Natur“, HOTSPOT KW, Factory, Königswinter (E)
    „ARTARTIST 2023“, Hansaallee 190, Düsseldorf (G)
  • 2022 „Blickfelder“, Showroom 21, Köln (E)
  • 2021 „Wanted: Woodcuts. Die neuen Holzschnitte für die Sammlung“, Kunstmuseum Reutlingen (G)

Anibal M. Kostka liebt das Spiel mit Assoziationen. Der Titel seiner ersten Ausstellung im Partout® Kunstkabinett / SIDEWAYS „Offenes Feld“ ist bewusst doppeldeutig gewählt. Einerseits verweist der Künstler damit auf die unbegrenzten Möglichkeiten von Kunst. Andererseits spielt er humorvoll auf das Motiv seiner neusten Serie an: zufällig entdeckte Tischtennisplatten.

Bei Professor Eberhard Havekost an der Kunstakademie Düsseldorf hat Anibal M. Kostka gelernt, mit kunsthistorischen Gattungen zu brechen und sehr schnell sein eigenes Sujet gefunden. Profanes wird zum Bildgegenstand erhoben wie z.B. im Werk „Laptop und Flipflop“. Dabei beweist Kostka seinen Blick für alltäglich Präsentes und doch häufig Übersehenes. Die Darstellung von Oberflächenstrukturen sowie das Festhalten von dynamischen Veränderungsprozessen stehen im Zentrum seiner Kunst. Momentaufnahmen, Eindrücke von zufällig Entdecktem in Stadt und Land thematisiert der Künstler in Zyklen und Einzelwerken. In aufwendigen Gemälden und Grafiken fixiert der Künstler Situationen und Gegenstände als „offenes Feld“ für allerlei Gebrauchsspuren der Zeit. In der Serie der Tischtennisplatten sind es besonders die Kratzer, Risse und kindliche Kreidezeichnungen. Sie erhalten eine fotorealistische Ästhetik und erwecken zugleich Assoziationen. Ungewöhnlich auch, wie Anibal Maximilian Kostka scheinbar gegensätzliche Techniken verbindet. In Werken wie „Doodle Cat“ kombiniert er die kunsthistorisch traditionsreiche Technik des Holzschnitts mit einem von Robotik geführten Stift. Die Spannung zwischen traditionellem Handwerk und moderner Neuerung entsteht, setzt sich inhaltlich fort. Denn die Spontanität einer Kinder-Kreidezeichnung trifft hier mit der technischen Präzision des elektronisch geführten Stiftes aufeinander und erzeugt eine faszinierende optische Illusion.

Anibal Kostka ist ein pointierter Beobachter von Mensch und Umwelt. Die Objekte oder Situationen,
kleine Alltagsmomente oder große Probleme, die er in seiner Kunst darstellt, thematisieren eine
nüchterne Realität. Sie überrascht, lädt zum Staunen und zu neuer Wahrnehmung ein.

© Text: Dr. Ursula Clemens-Schierbaum und Laura Kupper
© Werkfotos: Anibal Maximilian Kostka