Jovita Majewski
Vita
Geboren 1987 in Marburg. 2009-2010 Studium der Kunstgeschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. 2010-2016 Studium der freien Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf bei Professorin Katharina Fritsch. 2016 bis heute Dozentin für klassische Kunstkurse und Workshops zum Thema Klimawandel & Kunst in der Kunstschule Monheim am Rhein, KIT (Kunst im Tunnel) Düsseldorf, Kunsthalle Düsseldorf. Seit 2020 Freischaffende Künstlerin. Lebt und arbeitet in Köln.
Auswahl von Ausstellungen
- 2026 Einzelausstellung „Jovita Majewski – Blaue Horizonte“ im Partout® Kunstkabinett 25.04.26 – 30.05.26
- 2025 Auktion mit Galerie Jarmuschek + Partner in der Sankt Matthäus Kirche, Berlin
„STATE OF MATTER“ Gruppenausstellung Kunsthalle Lindenthal, Köln
„men in the mirror“ Soloausstellung Schaumburg, Bonn - 2024 „WASTA“ Kunst im öffentlichen Raum, Installation am Museum Schnütgen, Köln
- 2023 Gruppenausstellung „Editioon #2“ Galerie r8m, Köln
Ausstellung „water & ashes“ Kunstverein Wesseling (Galeriehaus)
„Abstrakte Visuelle Referenzen in Malerei und Klang“ Humboldt University, Berlin - 2022 Gruppenausstellung „Oberwasser“ in der Galerie Wundersee in Düsseldorf
- 2021 Gruppenausstellung „Blau: eine Liebeserklärung“ im Kunstzentrum Wachsfabrik
- 2020 Gruppenausstellung „ZYKLEN“ in der Galerie OK25 in Düsseldorf
in Zusammenarbeit mit Rheincleanup Düsseldorf (als Kuratorin und Künstlerin) - 2019 Gruppenausstellung „THE SHOW“ mit „roam“ beim Gallery Weekend Berlin
- 2018 Gruppenausstellung „Trash society“ im bunkerK101 Köln
Jovita Majewski legt den Fokus ihres Kunstschaffens auf die Problematik des Klimawandels. Die Künstlerin zeigt sich bei der Auswahl der Themen, der Materialien, der Techniken sowie der Werksymbolik vielseitig. In ihren feinstrichigen Zeichnungen, Ölgemälden und in den skulpturalen Installationen beschäftigt sie sich mit dem Verlust natürlicher Ressourcen, der Fragilität der Natur und der Beziehung von Mensch und Umwelt. Mal ist der Stil gegenständlich, mal abstrakt bis hin zum Surrealistischen.
Konstant ist allein die Dominanz der Farbe Blau. „Blau ist mein Vokabular und mir sind noch nie die Worte ausgegangen“,1 sagt Jovita Majewski, die eine genaue gesellschaftspolitische Beobachterin ist. Blau hat in der Kunst eine wechselvolle Bedeutungsgeschichte. Seit der Erfindung des Ägyptischblau 2500 v. Chr. erfährt die Farbe in nahezu jeder Kunstepoche eine besondere Wertschätzung. Exemplarisch seien genannt Werke von Hilma af Klint (1862-1944), Louise Bourgeois (1911-2010), das Yves Klein-Blau, 1960 und das leuchtende Blau der breitgefächerten Farbpalette von Katharina Fritsch, das z. B. monochrome Skulpturen „Hahn, 2013“, „Sarg, 2016“, „Erdbeere, 2017“ oder „Zwei Männer 2019“ bestimmt.
Das Œuvre von Jovita Majewski verdeutlicht, dass Blau auch hier mehr ist als nur Lieblingsfarbe der Künstlerin. Jovita Majewski kalkuliert mit der ästhetischen Besonderheit der Farbe. So wirkt Blau oftmals anmutig, lässt an Himmel, Gebirgsketten im frühen Morgendunst, an Meere und Planeten erinnern. Diese Naturelemente sind zentrale Motive im Werk – mal wie unter dem Mikroskop seziert, mal in der Totalen erfasst.
Für Jovita Majewski hat die Farbe Blau die Eigenschaft, Entfremdung, Abstraktion und Distanz zu schaffen. Das gibt ihren Werken eine doppeldeutige Tiefe. In der Werkreihe „convergences“ zeigt Jovita Majewski eine ästhetisch vollendete Übereinstimmung von Körperstrukturen mit Erd-, Wasser- und Himmelsphänomenen. Was ist was? Was ist Mensch, was irdische Oberfläche? Auch hier schafft die Farbe Blau eine Entfremdung des Dargestellten. Kunst, die auf den ersten Blick rein ästhetisch wirkt, erhält eine tiefere Dimension, ist wie ein „blauer Appell“ der Künstlerin, Mensch und Natur als Symbiose wahrzunehmen und somit nachhaltig und konsequent gegen den Klimawandel einzutreten.
© Text: Dr. Ursula Clemens-Schierbaum © Portraitfoto: Alexandra Nikitina © Kunstfotos: Jovita Majewski
1Jovita Majewski im Ateliergespräch, 26.03.2026
„Seit ewigen Zeiten will der Mensch sich über die Natur erheben, sie lenken und kontrollieren, anstatt sich als Teil von ihr zu sehen und eine symbiotische Beziehung mit ihr einzugehen. Meine Bilder wollen zeigen, wie unser Herz den Windungen einer Schneelandschaft ähnelt und daran appellieren, Verantwortung für beides
zu übernehmen“.
Jovita Majewski
Vita
Geboren 1987 in Marburg. 2009-2010 Studium der Kunstgeschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. 2010-2016 Studium der freien Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf bei Professorin Katharina Fritsch. 2016 bis heute Dozentin für klassische Kunstkurse und Workshops zum Thema Klimawandel & Kunst in der Kunstschule Monheim am Rhein, KIT (Kunst im Tunnel) Düsseldorf, Kunsthalle Düsseldorf. Seit 2020 Freischaffende Künstlerin. Lebt und arbeitet in Köln.
Auswahl von Ausstellungen
„STATE OF MATTER“ Gruppenausstellung Kunsthalle Lindenthal, Köln
„men in the mirror“ Soloausstellung Schaumburg, Bonn
Ausstellung „water & ashes“ Kunstverein Wesseling (Galeriehaus)
„Abstrakte Visuelle Referenzen in Malerei und Klang“ Humboldt University, Berlin
in Zusammenarbeit mit Rheincleanup Düsseldorf (als Kuratorin und Künstlerin)
Jovita Majewski legt den Fokus ihres Kunstschaffens auf die Problematik des Klimawandels. Die Künstlerin zeigt sich bei der Auswahl der Themen, der Materialien, der Techniken sowie der Werksymbolik vielseitig. In ihren feinstrichigen Zeichnungen, Ölgemälden und in den skulpturalen Installationen beschäftigt sie sich mit dem Verlust natürlicher Ressourcen, der Fragilität der Natur und der Beziehung von Mensch und Umwelt. Mal ist der Stil gegenständlich, mal abstrakt bis hin zum Surrealistischen.
Konstant ist allein die Dominanz der Farbe Blau. „Blau ist mein Vokabular und mir sind noch nie die Worte ausgegangen“,1 sagt Jovita Majewski, die eine genaue gesellschaftspolitische Beobachterin ist. Blau hat in der Kunst eine wechselvolle Bedeutungsgeschichte. Seit der Erfindung des Ägyptischblau 2500 v. Chr. erfährt die Farbe in nahezu jeder Kunstepoche eine besondere Wertschätzung. Exemplarisch seien genannt Werke von Hilma af Klint (1862-1944), Louise Bourgeois (1911-2010), das Yves Klein-Blau, 1960 und das leuchtende Blau der breitgefächerten Farbpalette von Katharina Fritsch, das z. B. monochrome Skulpturen „Hahn, 2013“, „Sarg, 2016“, „Erdbeere, 2017“ oder „Zwei Männer 2019“ bestimmt.
Das Œuvre von Jovita Majewski verdeutlicht, dass Blau auch hier mehr ist als nur Lieblingsfarbe der Künstlerin. Jovita Majewski kalkuliert mit der ästhetischen Besonderheit der Farbe. So wirkt Blau oftmals anmutig, lässt an Himmel, Gebirgsketten im frühen Morgendunst, an Meere und Planeten erinnern. Diese Naturelemente sind zentrale Motive im Werk – mal wie unter dem Mikroskop seziert, mal in der Totalen erfasst.
Für Jovita Majewski hat die Farbe Blau die Eigenschaft, Entfremdung, Abstraktion und Distanz zu schaffen. Das gibt ihren Werken eine doppeldeutige Tiefe. In der Werkreihe „convergences“ zeigt Jovita Majewski eine ästhetisch vollendete Übereinstimmung von Körperstrukturen mit Erd-, Wasser- und Himmelsphänomenen. Was ist was? Was ist Mensch, was irdische Oberfläche? Auch hier schafft die Farbe Blau eine Entfremdung des Dargestellten. Kunst, die auf den ersten Blick rein ästhetisch wirkt, erhält eine tiefere Dimension, ist wie ein „blauer Appell“ der Künstlerin, Mensch und Natur als Symbiose wahrzunehmen und somit nachhaltig und konsequent gegen den Klimawandel einzutreten.
© Text: Dr. Ursula Clemens-Schierbaum © Portraitfoto: Alexandra Nikitina © Kunstfotos: Jovita Majewski
1Jovita Majewski im Ateliergespräch, 26.03.2026